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Druckhilfe

Was bringt ein elektrostatisches Druckhilfe-System im Tiefdruck?

Vor wenigen Jahren noch waren elektrostatische Druckhilfesysteme eine Art
»Facelifting« für den Illustrationsdruck. In den meisten Tiefdruckmaschinen sind elektrostatische Drucksysteme heute selbstverständlich, da sie die Farbübertragung selbst bei hohen Geschwindigkeiten gravierend verbessern. Das Ergebnis ist ein geschlossenes Druckbild von hoher Farbdichte und Intensität.
Das gleiche gilt für den Verpackungs- und Dekordruck. Dies ist nur mit elektrostatischer Unterstützung zu erzielen, da nur sie in der Lage ist, die sogenannten »Missing dots« zu verhindern.

Druckhilfe Beispiel 1
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Ausgangsproblem
Oberflächlich gesehen ist Papier »glatt«. Unter dem Mikroskop weist es jedoch alles andere als einegeschlossene Oberfläche auf. Dieser unregelmäßigen »Faserwüste« stehen nun im Druckspalt, bei z. B. einem 70er Raster, 4900 Drucknäpfchen pro Quadratzentimeter gegenüber, die im Bruchteil einer Sekunde ihren Inhalt abgeben sollen. Allein durch den mechanischen Kontakt ist die komplette »Missing dot«-freie Farbübertragung also technisch nicht möglich. Noch geringer werden die Chancen bei höheren Druckgeschwindigkeiten. Ähnlich verhält es sich mit den Bedruckbarkeitskriterien bei Folien, bei lackierten Substraten oder bei Vorimprägnaten.

Druckhilfe Beispiel 2
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Lösung
Über das von der elektrostatischen Druckhilfe erzeugte Spannungsfeld wird die Farbe vollständig aus den Drucknäpfchen herausgezogen und auf das Substat übertragen. Das Ergebnis: Punktgenaue Farbabgabe auf die Papier- oder Folienoberfläche ohne hohen Presseurdruck.

weitere Anwendungsbereiche

Stranghaftung

Kantengenaues Verblocken der Papierstränge

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Wiederbefeuchtung

Elektrostatische Wiederbefeuchtung

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Entladung

Entladesysteme an Druckmaschinen.

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