Wie smarte elektrostatische Erdung hilft, Risiken zu vermeiden

Wenn Funken überspringen, ist das nicht zwingend etwas Gutes. In der Industrie sind unkontrollierte elektrostatische Entladungen einer der häufigsten Auslöser von Explosionen und Bränden. Langzeitstudien belegen, dass sie an dritter Stelle der Gefahrenquellen stehen, wenn brennbare Substanzen bewegt werden. Dazu gehören Mineralölprodukte, Desinfektionsmittel, Klebstoffe oder lösemittelhaltige Farben und Lacke in Abfüllbetrieben, Lackierereien oder Druckereien.

Vor Ort. Für Sie da.


Die häufigsten Ursachen für die Explosion von brennbaren Medien

Selbstentzündung
Heißlaufen von bewegten Teilen
Elektrostatische Ladefunken

„Normalerweise passieren
keine Fehler beim Erden!“
„Bis jetzt ist ja noch
nie etwas passiert.“
„Auf mich können Sie sich verlassen,
Chef, ich erde immer korrekt!“

Verlassen Sie sich nicht auf solche Aussagen! Die Fehlerquellen bei der elektrostatischen Erdung sind oft für das bloße menschliche Auge nicht sichtbar. Zudem vermitteln fehlerhafte Erdungsversuche den Produktionsmitarbeitern leider oft ein falsches Sicherheitsgefühl. Tragisch: So erhöht sich das Risiko einer Explosion oder eines Brandes.

Ein Beispiel: In der Praxis findet man an Fässern und Behältern wie BigBags oder Tankwagen oft gut gemeinte, aber fehlerhafte Erdungen. So kommen etwa ungeeignete Werkzeuge wie Batterieklemmen oder Schweißzangen zum Einsatz. Die Anwender haben damit keine Chance, zu überprüfen, ob der Kontaktgeber eine Lackierung oder Schmutzschicht durchdringt, das Kabel eine interne Unterbrechung hat oder sein Erdungspunkt wirklich mit dem Potenzialausgleich verbunden ist.

6 häufige Fehlerquellen, die Sie bei der elektrostatischen Erdung vermeiden sollten

1
Der Kontaktgeber wird an der falschen Stelle des Behälters befestigt – zum Beispiel an der isolierten Kunststoffhülle statt direkt am Metallbehälter.
2
Die verwendete Zange ist alt oder defekt, so kann der Kontakt nicht hergestellt werden.
3
Die Klemme wird an einer verschmutzten Stelle des Metallbehälters angebracht.
4
Das Kabel zwischen der Zange und der Erdstelle ist defekt – oft im Inneren des Kabels und daher nicht sichtbar.
5
Der Erdkontakt hat trotz Kennzeichnung keine oder unzureichende Erde.
6
Die Klemmkraft der Zange ist zu gering. Während des Umfüllprozesses fällt diese ab.

Warten Sie nicht, bis der Schadensfall eintritt. Handeln Sie sofort! Durch den Einsatz eines Eltex-Erdüberwachungssystems schalten Sie all diese potenziellen Gefahrenquellen aus.

Warum elektrostatische Erdung so wichtig ist

Elektrostatik entsteht, wenn sich feste oder flüssige Oberflächen aneinander reiben. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn explosive Medien durch eine Rohrleitung gepumpt werden. An der Rohrinnenwand lagern sich „Ionen“ eines Potenzials an, während sich „Ionen“ des entgegengesetzten Potenzials im bewegten Medium verteilen.

Durch die Bewegung trennen sich nun die Ladungsträger von der Rohrinnenwand von denen im bewegten Medium. Letzteres lädt sich auf – und wenn es aus dem Rohr herausfließt, gibt es die Ladung unkontrolliert an den Auffangbehälter ab. Ist der Behälter nicht geerdet, lädt sich dieser elektrostatisch auf. Nähert man diesen nun einem geerdeten Maschinenteil, so fließt die Ladung blitzartig ab. Der dadurch entstehende Entladefunken kann das vorhandene Gas-/Luftgemisch entzünden und so einen Brand oder eine Explosion verursachen.

Diesen risikoreichen Effekt gilt es, zu vermeiden.

Drei Branchen, drei Beispiele. So gelingt smarte Erdung

Container-Erdung in Abfüllbetrieben

Elektrostatische Erdung in Lackierereien

Erdung im Ex-Bereich in Druckereien

Unser Experte berät Sie gern zu elektrostatischer Erdung

Walter Schwarzwälder: „Elektrostatik ist die drittgrößte Explosionsgefahr in der Industrie. Sie zu kontrollieren, schützt die Produktionsmitarbeiter – und ist viel günstiger als Schäden zu beheben. In der Praxis erleben wir oft unzulängliche Erdungsversuche. Hierzu beraten wir Sie gern oder begutachten Ihre Produktionsanlage vor Ort.“

Was können wir für Sie tun?